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 Limes Blicke in Hohenlohe
Limes Blicke in Hohenlohe.

 

 
Tipp:
17 Rast-Stationen zwischen Schöntal und Mainhardt, die die Limes-Linie markieren, ermöglichen Wanderern, eine Ruhepause einzulegen und sich über diesen Limesabschnitt zu informieren.


Seit April / Mai 2014 gibt es in Hohenlohe eine neue Attraktion: Die Limes Blicke. Die Aussichtsplattformen am Welterbe machen den Limes erlebbar. Die Limes Blicke in Zweiflingen am Pfahldöbel, Öhringen bei Cappel und Pfedelbach-Gleichen beim Sechseckturm verdeutlichen den schnurgeraden Limesverlauf und ermöglichen 360 °-Grad Blicke auf Hohenlohe.
Weitere Infos

 

Der Limes in Hohenlohe und im Odenwald

Mit 550 km Länge, 900 Wachposten, sowie 120 größeren und kleineren Kastellplätzen bildete der äußere obergermanisch-raetische Limes eines der eindrucksvollsten archäologischen Denkmäler Mitteleuropas.

Im Sommer 2005 wurde dieses größte Bodendenkmal Mitteleuropas in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen. Damit geniesst die antike Grenze, zwischen dem römischen Imperium und den Germanen, als Teil der Reichsgrenzen des römischen Weltreichs in Europa, im vorderen Orient und in Nordafrika, den internationalen Schutz.

Der Verlauf des Limes stellt die jüngste Grenzlinie in Germanien dar. Voraus ging eine 160 Jahre andauernde Eroberungsgeschichte, die in mehreren Etappen erfolgte und deren letzte Ausbauphase diese künstliche Grenze zwischen Rhein und Donau darstellt. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. stand der heutige Limesverlauf im westlichen Abschnitt, also in Rheinland-Pfalz und Hessen fest, im Süden (Baden-Württemberg und Bayern) wurde die äußerste Linie erst gut 60 Jahre später erreicht. Zum Weltkulturerbe Limes gehören zahlreiche, unterschiedlich große Kastelle, Zivilsiedlungen mit teilweise ausgedehnten Badeanlagen und Wohnbauten, aber auch Limestürme und die Grenzbefestigung selbst.

Auch in Hohenlohe sind noch Zeugnisse der Vergangenheit sichtbar. Der Verlauf des Limes durch Hohenlohe beginnt in Schöntal und endet bei Mainhardt.

Informationen zu den einzelnen Gemeinden am Limes in Hohenlohe finden Sie auch unter www.limes-in-hohenlohe.de

 


Den Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes und des Odenwaldlimes sehen Sie auf dieser Karte:

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Schöntal

Durch die Gemeinde Schöntal führt der Limes von Osterburken kommend am „Glasenberg“ vorbei in Richtung Jagsthausen. Dieser Grenzwall ist in der Landschaft noch am Hang des Kessachtals und am Westrand des Waldgebiets „Denzer“ sichtbar. Unterhalb von Oberkessach überschreitet er die Kessach und bildete hier ursprünglich die Grenze zwischen Baden und Württemberg.

Römische Sehenswürdigkeiten: Grenzwall am Hang des Kessachtals

Die Gemeinde Schöntal, liegt in den landschaftlich reizvollen Tälern der Jagst, der Kessach und des Erlenbachs. Mit ihren neun Ortsteilen und zahlreichen dazugehörigen Weilern umfasst sie eine Gemarkungsfläche von 8.166 ha und ist damit die flächenmäßig größte Gemeinde des Hohenlohekreises.
Die Schönheiten der Landschaft, wie alte Burgen, Schlösser und Kirchen, vor allem aber das weit bekannte ehemalige Zisterzienserkloster Schöntal, gegründet 1157, sind Anziehungspunkte für alle, die Natur und Kunst lieben. Den Besucher erwartet Freizeitvergnügen und Erholung in ursprünglicher Natur: Kanu fahren, Angeln und zahlreiche Bademöglichkeiten in den umliegenden Seen und in der Jagst, Wanderungen in den ausgedehnten Wäldern und entlang den Ufern der Jagst sind ein besonderes Urlaubsvergnügen. Besonders beliebt sind die Radwege entlang der Jagst, des Erlenbachs und der Kessach. Entlang der Kessach auf Gemarkung Oberkessach verläuft der Grünkernradweg sowie der „Pfad der Stille“. Durch die gute Vernetzung der Radwege haben Sie in Oberkessach Anschluss an den Grünkern- und Skulpturenradweg sowie an den bekannten Kocher-Jagst-Radweg.

Informationen:
Bürgermeisteramt Schöntal 
Klosterhof 1
74214 Schöntal
Tel.: 07943 91000
info@schoental.de
www.schoental.de




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Forchtenberg – Sindringen

Am Forchtenberger Stadtteil Sindringen vorbei zogen ca. 150 n.Chr. die Römer den Limes-Grenzwall, der vom Jagsttal kommend nach Öhringen führt. Sindringen war eine Art Kleinkastell. Die Spuren des Limes erkennt man in einer von den Römern erbauten Furt am Kocher und an Funden in den Wäldern. Fundamente eines römischen Wachturms sind oberhalb der Einmündung der Salltalstraße in die Kochertalstraße zu sehen. Flurnamen wie Pfahläcker halten die Erinnerung an den Grenzwall und die Zeit der römischen Besatzung lebendig.

Römische Sehenswürdigkeiten: Rekonstruktion eines Wachturms bei Forchtenberg-Sindringen

Wachturm
Wachturm (Rekonstruktion) südöstlich von Sindringen, ca. 100 Meter südlich des Kocherufers. (Zugang über Waldwege).

Die mittelalterliche Altstadt mit restaurierter Schlossruine, Kern-Museum, Würzburger Tor, Rathaus (Geburtshaus von Sophie Scholl), Michaelskirche und vollständig erhaltener Stadtmauer kann auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken. Ein Zauber umspielt das malerische Städtchen mit seinen engen, steilen Gassen und romantischen Winkeln. Forchtenberg ist Ausgangspunkt des originellen Hohenloher Mundartweges entlang dem Kocher-Jagst-Radweg.

Informationen:
Stadtverwaltung Forchtenberg
Hauptstraße 14
74670 Forchtenberg
Tel.: 07947 91110 
stadt@forchtenberg.de 
www.forchtenberg.de




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Zweiflingen – Pfahlbach/Pfahldöbel

Der „Pfahldöbel“ zwischen den Zweiflinger Ortsteilen Pfahlbach und Westernbach ist auf 500 m der am besten erhaltene Abschnitt des Limes im Hohenloher Land. Wall und Graben sind im Wald gut sichtbar. Er war ursprünglich 9 m breit und 2 m hoch. Davor lag ein 8 m breiter und 2,5 m tiefer Graben, der Höhenunterschied zwischen Grabensohle und Wallkrone betrug mindestens 5 m. Hier verläuft der traumhafte Limes-Wanderweg und lädt zu Entdeckungen ein. Östlich der Ortsmitte von Westernbach liegt, etwa 150 m hinter dem Limesweg, das Kastell Westernbach. Erkennbare Spuren befinden sich an der Oberfläche leider keine mehr. Das ca. 1 ha große Kastell mit 117 m Länge und 8 m Breite war vermutlich ein Numeruskastell (Aufklärungs- und Beobachtungsposten).

Römische Sehenswürdigkeiten:

  • Pfahldöbel 
  • Kastell Westernbach

Führungen und Wanderungen durch Limes-Cicerona Doris Köhler (cicerona@hohenlohe.org) nach Vereinbarung

Limesweg im „Pfahldöbel“
Die Limesstrecke am Pfahldöbel ist eines der am besten erhaltenen Limesstücke am gesamten Obergermanisch-Raetischen Limes. Die Bezeichnung „Pfahldöbel“ erinnert an das Wort Pfahl oder Palisade und an den Graben, der süddeutsche Ausdruck dafür ist „dobel“.

Informationen:
Bürgermeisteramt Zweiflingen
Eichacher Str. 17
74639 Zweiflingen
Tel.: 07948 94190
info@zweiflingen.de
www.zweiflingen.de 




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Öhringen

Öhringen gehörte mit zwei Kastellen und einer großen Zivilsiedlung zu den wichtigsten Truppenstandorten am äußeren Limes. Hier verlief am heutigen östlichen Rand der Kernstadt der Obergermanisch - Raetische Limes schnurgerade über eine Entfernung von rund 80 Kilometern. Zwei Kastelle mit Bädern, Lagerdörfer, einer bürgerlichen Siedlung, Kultstätten sind schon lange bekannt. Eine Inschrift am Sockel einer Minerva-Statue nennt den Namen des römischen Ortes: Vicus Aurelianus.

Römische Sehenswürdigkeiten:

  • Weygang-Museum mit Limes-Container
  • Wachposten 9/33: rekonstruiertes Wachturmfundament am Nordrand der Stadt
  • Skulpturenpark mit Nachbildungen am Eingang der Hohenloher Krankenhaus GmbH, Öhringen

Weygang Museum, Karlsvorstadt 38:
Ausstellung mit Originalfunden und Nachbildungen von Weihesteinen, Skulpturen aus der römischen Götterwelt, Tafelgeschirr, Glasgefäßen und Metallarbeiten.

Informationen:
Stadtverwaltung Öhringen
Marktplatz 15
74613 Öhringen
Tel.: 07941 68118
tourist@oehringen.de
www.oehringen.de

 




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Pfedelbach – Gleichen

Der Sechseckturm von Pfedelbach - Gleichen stand in der Mitte des Limesabschnittes zwischen Öhringen und Mainhardt auf der Hohenloher Ebene. Die Gestaltung des Turmes und sein Standort lassen vermuten, dass er ein Hauptpunkt für die optische Vermessung der über 80 km langen, schnurgeraden Strecke zwischen Walldürn und Haghof bei Welzheim gewesen ist. Nur an einer Stelle – südlich des WP 9/51 weicht der Limes von der geraden Richtung ab, um den steilen Geländeeinschnitt der Gießklinge zu umgehen.

Römische Sehenswürdigkeiten

  • Sechseckturm

Sechseckturm:
Es handelt sich hierbei um den einzigen derartigen Turm an diesem Limesabschnitt. Seine 1 m breiten und damit ungewöhnlich starken Fundamente besitzen als zusätzliche Verstärkung einen außen 0,5 m weit vorspringenden Sockel. Sechseckform und Grundmauern sprechen dafür, dass die Turmhöhe sicherlich weit über dem Normalmaß von 9 bis 10 m lag, doch lässt sich über die genaue Höhe nur spekulieren. Vom Turm aus war in jedem Fall das Gelände bis dicht an den etwa 120 m tiefer liegenden Hangfuß einsehbar. Bei klarer Sicht reichte der Blick nach Norden weit über die Hohenloher Ebene hinaus bis zum etwa 45 km entfernten Kastell Hönehaus. Auch in Richtung Süden ließ sich ein Großteil der Hochfläche in Richtung Mainhardt überblicken.

Angebot:
Die Weingärtnergenossenschaft Heuholz ist die einzige Genossenschaft, die direkt am Limes liegt und auf beiden Seiten des Limes Weinberge bewirtschaftet.
Einzigartiges Weinbaumuseum in Pfedelbach mit einem der größten Weinfässer Deutschlands aus dem Jahr 1752.
Limes-Spaziergang mit römischer Weinprobe buchbar bei der WG Heuholz, Tel. 07949 940033.

Informationen:
Bürgermeisteramt Pfedelbach
Hauptstr. 17
74629 Pfedelbach
Tel.: 07941 60810
gemeinde@pfedelbach.de
www.pfedelbach.de




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Mainhardt

Limes-Lehrpfad – Erlebnisse am antiken römischen Grenzwall im Mainhardter Wald. Auf 28 km Länge, zwischen dem hervorragend rekonstruierten Turm mit Palisade und Wall auf dem Heidenbuckel im Großerlacher Teilort Grab, Mainhardt und der Stadt Öhringen, wird römische Geschichte mit Bezug vor Ort auch für den Laien einfach erfassbar vermittelt. 20 großformatige Text-/Bildtafeln erklären die Zeit der römischen Besatzung (Soldatenleben, Bauten, Siedlungen, Bau und Fall des Limes etc.).

Limes-Cicerones: Geschulte und zertifizierte Führer, die Limes-Cicerones, zeigen Ihnen die römische Geschichte lebendig. Führungen bitte erfragen. (Telefon 07361 / 522359)

Römische Sehenswürdigkeiten:

  • Römermuseum in Mainhardt, Hauptstraße 6 
  • ehemaliges Kastell bei der Schule 
  • Turm mit Palisade auf dem Heidenbuckel, Großerlach-Grab
  • Rekonstruierter Turm am Römergraben bei Mainhardt-Gailsbach  

Limesanlage: 
Nachbau der römischen Grenzen mit Palisaden, Wall und Graben in Mainhardt.
Archäologische Zeugnisse vor Ort wie z.B. der deutlich erkennbare Limesgraben, das ehemalige Kastell an der Schule in Mainhardt oder die Reste von Wachttürmen, werden dem Wanderer mit neuesten Erkenntnissen der Forschung erklärt.

Römermuseum,
Hauptstr. 6, Mainhardt
Funde aus der Region werden anschaulich dargestellt. Die Ausstellung ist in militärische Ausrüstung, Religion und Kultur, Essen und Trinken, römische Bauformen, dem Modell eines Kastells sowie einer Darstellung der Schlacht im Teutoburger Wald unterteilt. Eine besondere Rarität sind verschiedene Altärchen von Muttergottheiten. Führungen können über das Bürgermeisteramt gebucht werden.

Informationen:
Bürgermeisteramt Mainhardt
Hauptstraße 1
74535 Mainhardt
Tel.: 07903 91500
rathaus@mainhardt.de
www.mainhardt.de





Mit PKW, Fahrrad oder zu Fuß... …auf den Spuren der Römer!

Der Verein Deutsche Limes-Straße e.V. bietet weitere Informationen und detailliertes Kartenmaterial zum Limes- Wander- und Radwanderweg, so wie allgemein zur Deutschen Limesstraße. Ob per Rad, auf Schuster´s Rappen oder mit dem PKW, Sie finden entlang Ihrer Tour attraktive Städtchen und eine wunderschöne und abwechslungsreiche Naturvielfalt.

Verein Deutsche Limes-Straße e.V.
St. Johann-Str. 5
73430 Aalen
Tel.: 07361 52828723
www.limesstrasse.de 

 


Broschüre Deutsche Limes-Straße


(6 MB)