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Götz von Berlichingen

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"Er sollt mich hinden lekhen"
Wohl jeder kennt den Spruch "LMAA" - aber woher hat dieser seinen Ursprung? Dass der Mann mit der "eisernen Faust" diesen Ausspruch tat, wissen wohl die meisten, dass dieses Zitat aber in der hohenlohischen Jagsttalgemeinde Krautheim gesprochen wurde, vielleicht die wenigsten.

Gottfried von Berlichingen, "Götz" genannt, wurde 1480 als Sohn des Kilian von Berlichingen und seiner dritten Gattin Margaretha in Jagsthausen geboren. Im Alter von zehn Jahren musste Götz von Berlichingen die harte Schulbank in Niedernhall drücken. Die ehemalige Schule steht noch heute und wird als "Götzenhaus" bezeichnet.

Der junge Götz war ein Heißsporn. Im Jahre 1504 bei der Belagerung von Landshut im Landshuter Erbfolgekrieg verlor er durch die Unachtsamkeit eines Kanoniers die rechte Hand. Er war verzweifelt, seine Laufbahn als Kriegsmann schien beendet. In seiner Not fand er im Dorfschmied von Olnhausen seinen Retter. Er fertigte ihm eine bis dahin einmalige Prothese, die erste eiserne Hand, bei der sich durch Druck auf einen Knopf alle Finger schlossen.

Das berühmte "Götz-Zitat" kam folgendermassen zustande:
1516 schrie Götz von Berlichingen in Krautheim dem Kurmainzer Amtmann Max Stumpf seine Meinung gründlich und lautstark mit Kraftausdruck "Er sollt mich hindhen lekhen" hinauf. Der "Götz-Gedenkstein" erinnert an der Originalstelle.

Im Kloster Schöntal fand Götz von Berlichingen nach bewegtem Leben 1562 seine letzte Ruhestätte.

Die Autobiografie diente Goethe als literarische Vorlage für das Drama "Götz von Berlichingen" aus dem Jahr 1773.


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