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Pfad der Stille Mulfingen

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Wanderer in Mulfingen, Bild: Franz Jakob
Wanderer in Mulfingen, Bild: Franz Jakob.

Haupttour
JAGST, ETTE UND ROGGELSHÄUSER BACH


 Beschilderung
Beschilderung.

Info
START: Mulfingen Ortsmitte.
KARTE: Freizeitkarte F515, Bad Mergentheim.
WANDERSTRECKE: 28 km, 7 Stunden. Alle Pfad der Stille Touren sind nur in einer Richtung ausgeschildert.
EINKEHR: Gaststätten in Mulfingen, Hollenbach, Ailringen und Heimhausen.
BESONDERHEITEN: Auch als Radwanderung geeignet, Kirche mit 1000-jähriger Linde in Hollenbach, Sankt-Anna-Kapelle Mulfingen, ehemaliges Rathaus in Ailringen, Altes Amtshaus Ailringen.
ANSCHLUSSWANDERUNGEN: Hohenloher Runde (Tour 20), Pfad der Stille Dörzbach (Tour 1), Kulturwanderweg Jagst, 5 Ergänzungstouren, Pfad der Stille Langenburg (Tour 15)

Interaktive Karte zur Tour mit Höhenprofil und GPS-Daten


Wie geht das zusammen? In Mulfingen gut! Eine tolle Wanderung führt uns durchs Jagsttal, durchs Ettetal und durchs Roggelshäuser Bachtal, zeigt die Dynamik kleinerer und größerer Fließgewässer, aber auch Hanglagen, die auf Grund ihrer Trockenheit schon immer extensiv genutzt wurden. Ursprünglich Wald, ab dem Frühmittelalter Weinberge und ab ca. 1900 zunächst Hackraine, dann Mähwiesen.

Heute werden die meisten dieser Flächen über das Landschaftspflegeprojekt „Trockenhänge im Jagsttal“ gepflegt. Alle Formen der Beweidung, Rinder, Schafe, Ziegen, ja sogar Zebus werden eingesetzt um diese eindrucksvolle Kulturlandschaft zu erhalten – für die Menschen, die dort im Jagsttal leben, aber auch für den Wanderer!

Am eindrucksvollsten sind die Salbei- Glatthafer-Wiesen im Juni, zur Salbeiblüte! Bereits im Mai blühen auf zahlreichen Flächen prächtige Orchideenbestände. Knabenkräuter, Ragwurze und Waldvögelein sind hier so häufig, wie anderorts die Margerite!


 Lourdesgrotte Zaisenhausen, Bild: Touristikgemeinschaft Hohenlohe
Lourdesgrotte Zaisenhausen, Bild: Touristikgemeinschaft Hohenlohe.

Wegbeschreibung

Start ist in Mulfingen, Ortsmitte. Wir wandern ins Roggelshäuser Tal, vorbei am Schulzentrum, Stauseehalle, Sporthalle und am Sportgelände. Kurz vor dem Staudamm biegen wir halblinks ab und gehen entlang des Stausees weiter bis zum Vordamm. Auch hier wird wieder halblinks abgebogen, immer dem Roggelshäuser Bach entlang. Nach 500 m links abbiegen, nun kommt ein Anstieg im Wald (ca. 400 m) Richtung Ochsental.

In Ochsental auf der Kreisstraße gehen wir nach 50 m rechts ab und dann links in Richtung Zaisenhausen. Bevor es steil bergab geht, empfiehlt sich ein Abstecher zum Honigbrunnen, ca. 200 m links. In Zaisenhausen vor der St.-Nepomuk-Brücke links in den Grottenweg abbiegen.

Hier kommen wir zur Lourdesgrotte, der größten Grottenanlage im süddeutschen Raum. Es geht wieder zurück über die Ettebrücke (St. Nepomuk) in Richtung Staigerbach. Nach 60 m links abbiegen in das Neubaugebiet Altenberg. Wir kommen an den Steinriegeln vorbei, die vom Weinbau in dieser Gegend vor langer Zeit zeugen.

Nach 2 km kommen wir ins Staigerbachtal, biegen rechts ab, nach 50 m wieder links, dann durch den Pfingstbergwald in Richtung Mulfingen. Vorsicht beim Überqueren der Landesstraße oberhalb der Fa. ebmpapst. Nach 30 m talabwärts rechts in einen Feldweg abbiegen.

Wir erreichen die Wacholderheide und genießen den Ausblick ins Jagsttal. Weiter gehts über eine Klinge, nach etwa 100 m scharf rechts den Berg hoch in Richtung Hollenbach (nicht links abbiegen!). Bei den Aussiedlerhöfen Löhleinsberg links abbiegen.

Nach 1 km erreichen wir Hollenbach. Wir besuchen die 1000-jährige Linde an der Kirche. Anschließend geht es in Richtung Ailringen durch das Rißbachtal. Am Rißbachstaudamm bietet sich die Gelegenheit einer kurzen Pause zur Entspannung. Weiter geht es bachabwärts am Schützenhaus vorbei nach Ailringen. Direkt am Ortseingang biegen wir rechts ab und erreichen nach einem kurzen Anstieg links den Friedhof (einmalig mit Holzkreuzen) neben der Kirche.

Nach einem Besuch beim historischen Rathaus geht es durch Ailringen in Richtung Mulfingen. Vor der Fa. Mühleck rechts über die Jagstbrücke, dann halbrechts hoch zum Walderlebnispfad weiter nach Mulfingen. Am Ende des Walderlebnispfades biegen wir links ab, 200 m steil bergab auf den Jagsttalradweg oder folgen dem Waldweg geradeaus. Abschließend erreichen wir die Wallfahrtskapelle St. Anna. In der an der Jagst gelegenen Kapelle können Dankestafeln angesehen werden.


 Pilger auf dem Pfad der Stille
Pilger auf dem Pfad der Stille.

Ergänzungstouren

Der Pfad der Stille in Mulfingen wird durch fünf weitere Touren ergänzt. Die beschriebenen Touren sind Rundtouren mit kürzeren Gehzeiten.

Tour 1

Mulfingen – Jagstberg – Mulfingen

START St. Anna-Kapelle Mulfingen
WANDERSTRECKE 2,6 km

Der Weg beginnt links an der neu gestalteten Grotte vorbei. Nach ca. 6 Minuten endet der Erdweg, auf halber Höhe haben wir einen schönen Blick ins Jagsttal. Wir gehen rechts den Gänsweg hinauf, auf dem bis 1952 die Gänse nach Mulfingen getrieben wurden. Am Ortseingang von Jagstberg (1340 bis 1806 freie Reichsstadt) gehen wir links die Bergstraße hoch. Vor der St. Burchard Kirche (1602) erklimmen wir die Treppen, am Pfarrhaus vorbei. Vor uns taucht die Zehntscheune auf, links oberhalb stand die frühere Burganlage, welche der Legende nach, von den Tempelrittern erbaut worden sein soll. Nun folgen wir den Treppen rechts hinunter, über den Damm und folgen rechts der Straße „Oberes Hag“ Richtung „Alte Schule“. Vor dem Feuerwehrmagazin wacht der Hl. Florian, wer möchte, kann hier etwas ausruhen. Wir verlassen Jagstberg Richtung Heßlachshof. Nach ca. 5 Minuten sind wir auf einer Hochebene, am „Krug’s Käppele“, benannt nach dem Erbauer. Der Weg nach Mulfingen zurück führt über einen Erdweg im Wald auf der anderen Seite der Klinge hinab. Wir befinden uns im Gewann „Galgenberg“, wie der Name zustande kam, lässt sich leicht vermuten. Nach ca. 10 Minuten endet der Erdweg, hier folgen wir scharf rechts der Straße zurück zum Ausgangspunkt.

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 Limpurger Rinder bei Heimhausen
Limpurger Rinder bei Heimhausen.

TOUR 2

Mulfingen – Simprechtshausen – Heimhausen – Mulfingen

START Sporthalle Mulfingen
WANDERSTRECKE 13,2 km

Wir starten in Mulfingen unterhalb der Sporthalle. Vorbei am Sportgelände laufen wir links vom Staudamm ins Roggelshäuser Tal. Wir überqueren rechts abbiegend den 2. Staudamm. Auf einem schönen Waldweg geht’s leicht bergauf Richtung „Saubühl“. Nach einer Klinge auf der rechten Seite biegen wir stark rechts ab und kommen durch einen steilen Pfad zu einem wunderschönen Waldbildstock mitten im Wald. Ein paar Bänkchen laden zu einer Ruhepause ein.

Nun geht es 200 m bergauf, wir laufen danach den Querweg links. Nach 300 m biegen wir rechts ab und sehen in der Ferne Simprechtshausen (an der Kirche eine Ölbergstation und kleine Grotte von 1985). Ein idyllischer ruhiger Waldweg führt durchs „Himmelreich“ ins Jagsttal hinunter. Bald kommen wir nach Heimhausen. Weiter geht’s am Dorfbrunnen vorbei Richtung Mulfingen. Ein Erdweg führt uns durch einen Wald Richtung Jagstberg. Kurz vor Jagstberg biegen wir rechts ab und überqueren die Kreisstraße. Nun geht’s bergab Richtung St. Anna-Kapelle. Vor der Einmündung dieser Straße auf die Kreisstraße laufen wir links ca. 300 m hoch und dann rechts über einen schönen Pfad zur Annakapelle.4

Anschließend wandern wir weiter Richtung Mulfingen und überqueren auf der linken Seite die Jagstbrücke. Gleich darauf scharf links bringt uns ein Fußpfad nach 100 m durch eine Unterführung in die Ortsmitte. Links vom Dorfbrunnen ist am Gebäude der St. Josefspflege eine Gedenktafel angebracht, die an die 39 Sinti- und Roma-Kinder erinnert, die 1943 von dort direkt nach Auschwitz gebracht wurden. Wir überqueren die Straße und gehen rechts in die Poststraße, von dort weiter Richtung Ausgangspunkt.

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 Herrenhaus Buchenbach
Herrenhaus Buchenbach.

TOUR 3

Heimhausen – Buchenbach

START Jagstmühle, Mulfingen-Heimhausen oder Herrenhaus, Mulfingen-Buchenbach
WANDERSTRECKE 3,7 km
Kombinierbar mit Tour 2

Von der Jagstmühle folgen wir der Straße Richtung Simprechtshausen (bergwärts). Nach ca. 400 m biegen wir ab auf einen Wiesenweg in die „Ziegenweide“ (Tor öffnen und wieder verschließen). Nach ca. 200 m verlassen wir die Weide wieder und kommen durch einen Waldweg nach Buchenbach. Wir gehen durch das Wohngebiet „In den Weingärten“ zur Jagstbrücke und erreichen den Ortskern mit dem alten Herrenhaus. Weiter geht es, vorbei am Gasthaus Ochsen, rechts über die Buchenbachbrücke den steilen Anstieg zur Burg Buchenbach hoch. Wir folgen der asphaltierten Straße weiter zur Kreisstraße Buchenbach-Bodenhof. Hier nun ca. 300 m rechts entlang (bergwärts), danach rechts in einen Feldweg talwärts Richtung Berndshofen abbiegen. In Berndshofen kommen wir auf den Haldenweg, talwärts zur Hauptstraße und über die Speltbachbrücke. Nach der Brücke rechts weiter zur Jagst, entlang des Radweges erreichen wir Heimhausen. Durch die Hintere Gasse gelangen wir zur Hauptstraße, überqueren diese zum Dorfplatz. Zum Ausgangspunkt gehen wir über die Brücke.

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 Archenbrücke Unterregenbach
Archenbrücke Unterregenbach.

TOUR 4

Buchenbach – Unterregenbach

START Herrenhaus, Mulfingen-Buchenbach
WANDERSTRECKE 14,1 km

Nach der Jagstbrücke links bergauf, dann rechts in die „Oberen Weinberge“ und geradeaus nach Eberbach. An der ehemaligen Neuapostolischen Kirche vorbei, links durch die Theodor- Haecker-Straße (Philosoph und Schriftsteller, der hier geboren wurde). Der Hauptstraße durch den Ort folgen. Am Ortsende (bei der früheren Schule) links abzweigen Richtung Brüchlingen. Der Straße folgen bis zum letzten Haus. Hier links auf einem Grasweg bergauf bis zur Straße, dann rechts bis zur Grillhütte. In der Kehre die Straße (gegenüber) verlassen und der Beschilderung auf meist geschotterten Waldwegen folgen bis Unterregenbach. Die Archenbrücke über die Jagst führt zum Ort mit reichen historischen Sehenswürdigkeiten. Informationen auf Tafeln in der Kirche (tagsüber immer offen), Krypta unter dem Pfarrhaus. Für einen Besuch des Museums und Führungen bitte anmelden bei der Stadt Langenburg (Tel. 07905 91020). Weiter Richtung Friedhof, am Friedhof links, am Friedhofstor vorbei, nach dem Friedhof rechts auf dem früheren Kirch- und Schulweg von Sonnhofen nach Unterregenbach. Bevor Sonnhofen sichtbar ist, nach rechts auf einen breiteren Waldweg. Bald darauf, bei einer langgezogenen Linkskurve, lädt rechts eine große Bank mit schöner Aussicht auf das Jagsttal, Oberregenbach und Langenburg. („Schönblick“) ein. Auf dem ausgeschilderten Weg weiter, teilweise durch Wald, teilweise am Waldrand entlang, mit schönen Ausblicken auf Eberbach und auf das Jagsttal. Eberbach wird auf halber Höhe passiert, bald darauf wird der Ausgangspunkt Buchenbach sichtbar. An Kirche und Friedhof vorbei zurück zum Herrenhaus.

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Tour 5

Mulfingen - Zaisenhausen über Ottensee

START Mulfingen, Stauseehalle
WANDERSTRECKE 12 km

Wegbeschreibung
Start in Mulfingen oberhalb vom Kunstrasenplatz.Bei der Wegegabelung zum Stausee biegen wir halblinks ab. Dann geht es weiter entlang dem Stausee. Am Vordamm biegen wir wieder halblinks ab Richtung Ochsental – Zaisenhausen. Nach 500 m links abbiegen, nun kommt ein Anstieg im Wald (400 m) Richtung Ochsental. In Ochsental biegen wir auf der Kreisstraße nach rechts und dann nach 50 m wieder links Richtung Zaisenhausen. Bevor es steil bergab geht, empfehlen wir noch einen Abstecher am Honigbrunnen. Nach der Erfrischung dort gehen wir wieder 200 m zurück und sehen bald die wunderschöne Bogenweide. Hier lohnt es sich 5 Minuten zu verweilen und die schöne Aussicht nach Zaisenhausen zu genießen. Weiter geht es bergab und nach ca. 100 m links in die Steigklinge abbiegen. Auf dieser Strecke sind Medidationspunkte mit eingebaut. Bald sind wir in Zaisenhausen angekommen und biegen vor der St. Nepomukbrücke links ab zur größten Lourdesgrotte im süddeutschen Raum. Vorbei an der Brechdarrhalle nach 250 m links den Berg hoch zum Ottensee. Der Ottensee ist ein temporärer See, ein besonderes Naturschauspiel. Vorbei an Bildstöcken und Feldkreuzen kommen wir über das Gewann Fleiner wieder zurück nach Mulfingen. Dort überqueren wir die Landstraße und biegen links ab ins Neubaugebiet zurück zu unserem Ausgangspunkt.

 

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