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HOHENLOHER HERMANN-LENZ-WEG

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KÜSS – Zu Ehren von Hermann Lenz

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 Wegemarkierung des Hohenloher Hermann-Lenz-Weges
Wegemarkierung des Hohenloher Hermann-Lenz-Weges.

Ein neuer literarischer Wanderweg in Hohenlohe. Zum Gedenken an den bekannten Künzelsauer Schriftsteller Hermann Lenz (u. a. Träger des Georg-Büchner-Preises, 1978) und seine persönliche und literarische Verbundenheit mit Hohenlohe wurde vom Künzelsauer Seniorenverein KÜSS ein neuer Wanderweg geschaffen.

Hermann Lenz (1913 – 1998) zählt zu den bedeutenden Schriftstellern unserer Zeit. Bis zu seinem 11. Lebensjahr verbrachte er seine Kindheit in Künzelsau am Kocher, bevor er anschließend während seiner Jugend- und Schuljahre in Stuttgart am Neckar wohnte. Heute gilt er als eine Leitfigur der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Im Zentrum seines schriftstellerischen Schaffens steht der mehrbändige autobiografische Romanzyklus, der mit „Verlassene Zimmer“ 1966 beginnt.

Der Verein KÜSS e.V. – Künzelsauer Seniorinnen und Senioren – hatte die Idee zum Hermann-Lenz-Weg und schuf damit ein einzigartiges Wandererlebnis innerhalb Hohenlohes. Der 17 Kilometer lange Weg beginnt in der Kreisstadt Künzelsau bei den Wertwiesen. Über die Dörfer Morsbach und Kocherstetten führt er hoch hinauf nach Schloß Stetten mit seinen bekannten Weitblicken über das herrliche Kochertal. Sanft führt der Weg dann hinab nach Oberregenbach ins Jagsttal, bevor er auf dem Bergsporn der Stadt Langenburg endet.

Der Wanderweg ist mit Schildern ausgezeichnet, die das typische „Lenz-Kopfprofil“ zeigen und kann in beide Richtungen begangen werden. Unterwegs wird der Wanderer zahlreiche orts- und landschaftsbezogene Zitate aus dem literarischen Werk von Hermann Lenz entdecken.

Im Mai 2015 wurde der Hermann-Lenz-Weg offiziell eröffnet.
Eine Informationsschrift zum Wanderweg kann bei der Touristikgemeinschaft Hohenlohe in Künzelsau kostenfrei bestellt werden.

Informationen:
Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V., Allee 17, 74653 Künzelsau, Tel. 07940 18-206, info@hohenlohe.de, www.hohenlohe.de


Flyer zum Hohenloher Hermann-Lenz-Weg (PDF)


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Tourenverlauf als PDF

Der gesamte Weg ist duch Schilder mit dem Hermann-Lenz-Profil markiert. Von Künzelsau bis Kocherstetten folgt der Hermann-Lenz-Weg dem Nebenweg (Blauer Punkt) des Hauptwanderwegs (HW) 8 des Schwäbischen Albvereins. Ab Kocherstetten bis Langenburg ist der HW 8 mit dem Hermann-Lenz-Weg identisch.


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Tafel Künzelsau

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Tafel Schloß Stetten

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Tafel Langenburg

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Rückseite der Tafeln

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Geschichte Hohenlohes

Das Haus Hohenlohe ist ein fränkisches Hochadelsgeschlecht und wird erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich ab von der nicht mehr bestehenden Burg Hohlach (bei Simmershofen im heutigen bayerischen Mittelfranken). Enge Verbindungen zum Kaiserhaus erleichterten den Ausbau des Herrschaftsgebiets um die Flüsse Tauber, Jagst und Kocher, das bis zum Mainhardter Wald reichte. Die Herren von Hohenlohe führten seit 1450 den Grafentitel und erlangten 1744 bzw. 1764 die Erhebung in den Reichsfürstenstand. Im Zuge der napoleonischen „Flurbereinigung“ wurden zwischen 1803 und 1806 die meisten Hohenloher Fürstentümer ebenso wie die benachbarten Territorien der geistlichen Fürstentümer Mainz und Würzburg sowie der Reichsritterschaft (u.a. das stettensche Gebiet) dem neugeschaffenen Königreich Württemberg einverleibt. Hohenlohe-Schillingsfürst fiel an Bayern. Neben der immer noch bestehenden Adelsfamilie von Hohenlohe lebt seither der Begriff „Hohenlohe“ vor allem als Bevölkerungs- und Landschaftsname weiter.

Im 1973 gebildeten Hohenlohekreis mit der Kreisstadt Künzelsau leben auf einer Fläche von ca. 777 km2 rund 110.000 Einwohner. Das Kreisgebiet umfasst nur einen Teil der bis 1806 souveränen Hohenloher Fürstentümer, außerdem einige ehemals nicht-hohenlohische Territorien. Der Hohenlohekreis gehört zur Region Heilbronn-Franken in Baden-Württemberg. Auch dank seiner weltmarktführenden Privatunternehmen ist er überdurchschnittlich wirtschaftsstark und verfügt über ein breites Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebot. Andere Teile Hohenlohes liegen heute in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Heilbronn, Ansbach (Bayern) und dem Main-Tauber-Kreis.



A brief history of Hohenlohe:

The noble Franconian dynasty of the knights of Hohenlohe was first documented in the 12th century. The name was derived from the no-longer existent castle of Burg Hohlach near Simmershofen in Middle Franconia , which is part of Bavaria today. Thanks to their close connections with the imperial family, the dynasty was able to extend its area of influence to include the Kocher, Jagst and Tauber river valleys as far as the forest of Mainhardt. In 1450 the dynasty was elevated to an Earldom, and from 1744 / 1764 carried the title of Principality.

During the napoleonic "cleansing" between 1803 and 1806, the majority of the Hohenlohe principality and neighbouring estates belonging to the religious dioceses of Mainz and Würzburg and to local noblemen (e.g. the barons of Stetten) were all amalgamated into the newly formed Kingdom of Württemberg. Hohenlohe-Schillingsfürst became part of Bavaria. Although the ancestral von Hohenlohe family still exists, today the term "Hohenlohe" is primarily used in a demographic or geographic context.

The modern district of Hohenlohe was established in 1973. The local administration is centered in Künzelsau. With a total area of approximately 777 sqkm and a population of about 110,000, the district today covers only a portion of the sovereign principality of Hohenlohe prior to 1806, but does include several areas not originally belonging to Hohenlohe. Other areas of Hohenlohe have been absorbed by the neighbouring districts of Main-Tauber, Schwäbisch Hall, Heilbronn and Ansbach (in Bavaria).

Today Hohenlohe belongs to the Heilbronn-Franconia region in Baden-Württemberg and many private local industries have established themselves as world leaders in niche markets, contributing significantly to the above-average economic success of the area. A wide spectrum of educational, cultural and recreational activities are also on offer.

Further information is available in Wikipedia under "Hohenlohe"