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Eintauchen in den Wald

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Bretzfeld-Unterheimbach
Bretzfeld-Unterheimbach.

Eintauchen in den Wald

 


Infos
START: Parkplatz beim Sportgelände in Unterheimbach.
KARTE: Freizeitkarte F518, Schwäbisch Hall/LGL Baden-Württemberg/Schwäbischer Albverein. Wein und Natur pur, Rad- und Wanderkarte der Gemeinde Bretzfeld.
WANDERSTRECKE:  22 km, 5½ bis 6 Stunden. Für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet nur zwischen Buchhorn und Gleichen.
EINKEHR Gastronomie in Unterheimbach, Neuhütten, Brettach, Neuwirtshaus, Buchhorn, Geddelsbach.
BESONDERHEITEN: Aussichtsturm Steinknickle. Burg Maienfels. Römischer Wachturm am Limes und Limes Blick bei Gleichen.
ANSCHLUSSWANDERUNGEN bieten sich an auf dem Württembergischen Weinwanderweg, Georg-Fahrbach-Weg nach Stuttgart oder ins Kochertal nach Ingelfingen-Criesbach sowie auf dem Franken-Weg HW 8.
NATURPARKFÜHRERIN Petra Kuch, Telefon 07941/606436.

Interaktive Karte mit Höhenprofil und GPS-Download

Etwa 900 Quadratkilometer groß ist der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Darin ist das Waldgebiet um Unterheimbach (Gemeinde Bretzfeld) das größte zusammenhängende. Wenn Naturparkführerin Petra Kuch in dieses Waldgebiet eintaucht, beginnt sie mit einer kleinen Meditation: „Wir schließen die Augen, lassen draußen, was uns im Alltag beschäftigt, hängen die Sorgen an einen Baum, öffnen die Ohren und hören die Geräusche um uns, riechen und atmen die Düfte.“ So wohltuend eingestimmt geht es nun von Unterheimbach aus in den grünen Dom hinein und ein Stück weit dem Bernbach entlang. In diesem Wald bis Neuhütten gab es im 16. Jahrhundert Glashütten und es rauchten Kohlenmeiler. Über 20 Glashütten im Naturparkgebiet sind bekannt. Der Name Neuhütten zum Beispiel weist darauf hin, dass dort eine Glashütte stand. Auch Aschhofenhütte (auf diesem Wanderweg) erinnert an diese Zeit der Köhler. Von 258 m in Unterheimbach bis 525 m am Aussichtsturm Steinknickle in Neuhütten steigt der Wanderweg an. Von dort oben kann man weit über Hohenlohe und den Naturpark schauen. Dann geht es nach Maienfels (Gemeinde Wüstenrot), ins ehemalige Burgstädtchen über dem Brettachtal. Die einst starke Burg wurde um 1300 erbaut und war „längere Zeit für den Adel der umliegenden Gegend Rückhalt in seinen Fehden mit den Reichsstädten, aber auch bei Raubzügen“, steht in der Chronik. 1441 wurde die Burg belagert, erstürmt und ziemlich zerstört. Heute gehören Burg und Grundbesitz der Familie von Gemmingen. Unterhalb der Schlossmauer die evangelische Kirche, als Burgkapelle erbaut. Auf einem alten Fußweg geht es hinab ins Dorf Brettach im Brettachtal. Der Ort ist der höchstgelegene (287 m) und südlichste der Gemeinde Bretzfeld. Aufwärts durch ruhige Wälder werden auf der Hochebene bei Gleichen die Reste des obergermanisch- raetischen Limes erreicht (Weltkulturerbe). Die einstige römische Reichsgrenze gilt als eines der faszinierendsten archäologischen Denkmale in Deutschland. Eine Besonderheit ist der sechseckige Wachturm bei Gleichen. Hinweisschilder zeigen den Weg dort hin. Faszinierend schön ist der Ausblick von Buchhorn aufs Brettachtal, die Burg Maienfels und den Weinort Geddelsbach. Wald und Weinberge prägen diesen Weg bis Unterheimbach, dem Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen Wanderung.


 Limes Blick Pfedelbach
Limes Blick Pfedelbach.

Wegbeschreibung

Wer diesen Weg durch Wälder, Täler und Höhen mit weiten Ausblicken geht, fängt am Parkplatz Sportanlagen in Unterheimbach an. Wichtiger Orientierungspunkt ist das Wanderzeichen Rundwanderweg Brettachtal. Es zeigt das Bretzfelder Gemeindewappen: schwarze Geweihstange und rote Traube auf gelbem Grund. Dieser Markierung kann man bis kurz nach Buchhorn folgen (siehe Wegskizze). Nach etwa fünf Minuten Gehzeit liegt rechts ein Grillplatz, bevor uns links der Wald aufnimmt. Der Weg führt über den Bernbach. Waldwiesen und Teiche säumen ab und zu den Weg. Er führt hinauf zur Hagenau Ebene und zur kleinen Aschhofenhütte. Hier am Eschenschlag stets langsam ansteigend zur Schindersklinge bei Neuhütten. Oben im Wald weisen Schilder nach rechts zum Aussichtsturm Steinknickle und zum Naturfreundehaus. Wir gehen aber nach links und kommen über Wiesen in die Weiler Kreuzle, Busch, Schweizerhof und schließlich nach Maienfels. Dort befindet sich die dominante Burganlage. Unten im Tal sieht man schon den kleinen zur Gemeinde Bretzfeld gehörenden Ort Brettach. Wir folgen der Markierung Rundwanderweg Brettachtal, über Wiesen und durch Wald ansteigend, hinauf in den schön gelegenen Weiler Schönhardt. Am Waldrand entlang wandernd überqueren wir dann die L 1050. Rechts liegt Neuwirtshaus. Die Wanderzeichen Limesweg und HW 8 Frankenweg kommen hinzu. Wir folgen weiter dem Rundwanderweg Brettachtal. Bald ist nach rechts ein Abstecher( 1 km) nach Frohnfalls möglich, zum Forellenparadies (mit Grillstelle). Wieder zurück bringt uns der bequeme und breite Wanderweg durch Wald auf der Steinbacher Ebene zum Gleichener See. Er liegt nur wenige Meter links neben dem Wanderweg. Aus dem Wald tretend und dem Waldrand entlang geht’s an einem Damwildgehege vorbei. Unser Weg folgt dem Waldrand und überquert danach die Landesstraße 1050. In Richtung Buchhorn öffnet sich ein weiter Blick aufs Brettachtal. Dann links am Steilhang das Fluggelände für Drachen und Gleitschirm. Kurz nach Buchhorn folgen wir dem Wanderzeichen rote Traube (Württembergischer Weinwanderweg) hinab ins Brettachtal, über die K 2345, über die noch junge Brettach und hinauf zum Waldrücken Schlaitig. Danach ist bald Unterheimbach in Sicht.