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Pfad der Stille Krautheim

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Heimat des Götzenspruchs

Infos
START: Parkplatz Wasserwerk, Landesstraße 1025.
KARTE: Freizeitkarte 515 Bad Mergentheim.
WANDERSTRECKE: 27 km, Wanderzeit 7 Stunden.
EINKEHR: Gastronomie in Krautheim, Neunstetten und Gommersdorf.
BESONDERHEITEN: Burg Krautheim: In den Sommermonaten (1. 5. – 30. 9.) ist die Burg samstags, sonn- und feiertags von 14 – 17 Uhr geöffnet. Ansonsten besteht die Möglichkeit, einen Schlüssel im nahe gelegenen Rathaus abzuholen. Naturschutzgebiet „See“ bei Neunstetten
ANSCHLUSSWANDERUNGEN: Hohenloher Runde (Tour 20)

GPS-Tour zum Download

Da nimmt man gerne 27 Kilometer unter die Wanderstiefel! Machen wir uns einfach mit dem Götz auf den Weg nach Neunstetten.

Die Teiche, die heute im Wesentlichen das NSG „Im See“ bilden, sollen im Auftrag der Herren von Berlichingen angelegt worden sein – zur Fischzucht.

Strukturreiche Uferbereiche an Stauseen dienen als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher, zum Teil gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Sie sind insbesondere Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für zahlreiche, teilweise gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Vogelarten. Besondere Vogelarten als Rastvögel sind dort Silberreiher, Kraniche und Fischadler. Das Schutzgebiet hat damit überregionale Bedeutung als Trittsteinbiotop für wassergebundene Zugvogelarten. Das ca. 8 ha große Naturschutzgebiet „Im See“ bietet im weiten Umkreis die einzigen größeren stillen Wasserflächen – ein Segen für die Flora und Fauna unserer Heimat! Es wird angenommen, dass dieser Bereich schon in früherer Zeit als Stauhaltung genutzt wurde, wahrscheinlich als Fischzucht der Freiherren von Berlichingen. Seit der Renaturierung lebt das Biotop auf!

Der Deutsche Naturschutzbund konnte elf neu dazu gekommene Brutvogelarten, wie auch 20 neue Pflanzenarten beobachten. Wer sich im Gebiet angemessen vorsichtig bewegt, kann eine beachtliche Artenvielfalt beobachten: 65 Arten an Brutvögeln, z. B. Rohrammern, Wasserralle, Zwergtaucher, Kiebitze, Rohrweihen, Graureiher, Durchzügler wie Kraniche, Uferschnepfen, Fischadler, Zwergsäger und Blaukehlchen, Grasfrösche, Erdkröten, Laubfrösche, Teich- und Bergmolche, 10 Wirbeltierarten und zahlreiche Insekten, darunter 8 Libellenarten, u. v. m. Die umgebenden Geländeteile sind sich selbst überlassen und werden lediglich im Spätsommer gemäht. Es ist ein Stück unberührte Natur, auf das wir zurecht stolz sind. Und unberührt soll es auch bleiben. Dieses Gebiet, das so vielen Pflanzen und Tieren intakten Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten bietet, basiert auf einem hochsensiblen Gleichgewicht.

Bitte respektieren Sie die ausgewiesenen Wege und dringen Sie nicht weiter als erlaubt in das Naturschutzgebiet ein. Es sieht zwar oft so aus, dass es gerade in unserer Heimat „Natur satt“ gibt, doch viele Arten brauchen unseren konsequenten Schutz. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr respektvolles Verhalten.

Der Krautheimer Kuharsch ist eine Naturerscheinung, bei der durch das fließende Wasser keine Abtragung der Endschichten erfolgt, sondern genau die gegenteilige Wirkung eintritt. Geologisch gesehen durchschneidet die Jagst den Muschelkalk. Dadurch reichert sich unterirdisches Wasser an den Berghängen mit Kalk an. Beim Austritt dieses Wassers an die Oberfläche, setzt sich durch die Reaktion mit Sauerstoff der Kalk ab. Es entsteht ein sogenannter Kalksinter, der im Laufe der Jahre einen Damm bildet. In einer Rinne auf diesem Damm fließt das Wasser. Der Name ist aus der Form des Endlaufs entstanden.



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Wegbeschreibung

In Krautheim starten wir vom Parkplatz am Wasserwerk (Gustav-Meyer-Vereinshütte), an der L 1025 gelegen. Nachdem wir einen kleinen Bach überquert haben, gehen wir an der Vereinshütte vorbei, dann halbrechts den Weg im Schlossberg entlang. Nach ca. 150 Metern sehen wir von oben den Beginn eines Baches, der wegen seines Aussehens im Volksmund „Kuharsch“ genannt wird. Es handelt sich hierbei um ein sehr sensibles Naturdenkmal das nicht betreten werden sollte.  

Wir wandern weiter hangaufwärts und erreichen die Burg Krautheim. Vom Bergfried aus haben wir einen herrlichen Rundblick über das Jagsttal . Einen Besuch wert ist auch die Burgkapelle. Nachdem wir diesen Ausblick genossen haben, wandern wir weiter über den Burgweg, die Bühlhofstraße, vorbei an der Lourdesgrotte, den Grottenweg, die König-Albrecht-Straße und die Neunstetter Straße zum jüd. Friedhof. Von hier aus haben wir die Möglichkeit, entweder direkt dem Wanderweg Richtung Gommersdorf zu folgen oder aber, wir gehen wieder etwas zurück bis zur Wege-Gabelung und wandern über die Gemeindeverbindungsstraße Krautheim – Neunstetten zum Naturschutzgebiet „See“ – ein Segen für Flora und Fauna unseres Gebietes. Von dort aus wandern wir Richtung Neunstetten, vorbei an dem Berliching’schen Schloss.

Nach durchqueren eines kleinen Waldstückes vereinigen sich der Wanderweg von Neunstetten und der direkte Weg vom jüd. Friedhof aus. Auf nun wieder einem Weg wandern wir nach Gommersdorf zur Kirche St. Johann mit einer Lourdesgrotte und dem Schultheißenepitaph. Über den Radwanderweg oder durch die Jagsttalauen geht es zurück nach Altkrautheim – Krautheim bis Klepsau. Nachdem wir in Klepsau die Landesstraße überquert haben, geht unsere Wanderung der Laibacher Straße entlang bis zur St.-Anna-Kapelle. Von dort aus wandern wir – dem Württembergischen Weinwanderweg folgend – am Sportplatz vorbei in die Weinberge.

Unser Augenmerk in den Weinbergen gilt dem Bildstock des Hl. Urban, dem Schutzheiligen der Weinberge. In der Chronik ist hier zu lesen, dass dieser, weil der Wein erfroren war, etliche Male vom Sockel gestürzt und in Hecken geworfen wurde. Nachdem wir die Weinberge verlassen und die Landesstraße Krautheim – Assamstadt überquert haben, wandern wir durch das ruhige „Beckental“ zurück Richtung Krautheim.

Bald erreichen wir die Imbachschlucht, in der wir direkt zum Parkplatz am Wasserwerk gehen können.  Vorsicht: steiler Abstieg.


3 Ergänzungstouren:

Tour 1

Krautheim - Altkrautheim - Klepsau

START Krautheim, Parkplatz Wasserwerk an der L1025

WANDERSTRECKE ca. 10 km

Wir starten am Parkplatz am Wasserwerk (Gustav-Meyer-Hütte, L 1025). Nach Überquerung eines kleinen Wasserlaufs gehen wir an der Hütte vorbei und dann halbrechts den Weg im Schlossberg entlang. Nach ca. 150 Metern sehen wir von oben den Beginn des „Kuharsch“ (bitte nicht betreten). Wir wandern weiter hangaufwärts und erreichen die Burg Krautheim. Vom Bergfried aus haben wir einen herrlichen Rundblick. Nachdem wir diesen Ausblick genossen haben, wandern wir entweder weiter über den Bergweg ins Tal oder wir machen einen Abstecher über das Johanniterhaus, die Kirche St.Marien. Rechts den Marktplatz hoch, danach links in den Grottenweg vorbei an der Lourdesgrotte, die kurz zum Verweilen einlädt. Danach gehen wir links durch das Stadttor und gleich rechts geradeaus ins Tal. Hier wandern wir über die Kreuzung geradeaus durch Krautheim.

In Altkrautheim angelangt, überqueren wir die Jagstbrücke, um gleich danach in die erste Seitenstraße – Eberstaler Straße rechts abzubiegen. Nach ein paar Metern biegen wir links in die Kirchgasse, um gleich danach nochmals links in die Brunnensteige abzubiegen. Hier folgen wir einfach dem ausgeschilderten „Württembergischen Weinwanderweg“ bis kurz vor Klepsau. Hier können wir den Weg abkürzen und links über den Kocher-Jagst-Radweg zurück zur Gustav-Meyer-Hütte laufen oder wir gehen rechts über die Jagstbrücke durch den Weinort Klepsau. Nach dem Überqueren der Landstraße an der Kreuzung halten wir uns dann halb links der Winzerstraße, folgen am Friedhof vorbei in die Weinberge. Danach nehmen wir gleich den ersten Weg links durch die Weinberge. Nachdem wir die Weinberge verlassen und die Landesstraße Krautheim– Assamstadt überquert haben, halten wir uns links und laufen neben, dem alten Jagsttal Bahngleis, zurück zum Ausgangspunkt beim Wasserwerk.

 

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Tour 2

START Krautheim, Parkplatz Kirche St. Marien

WANDERSTRECKE 3,4 km

Bei der Kirche St. Marien rechts den Marktplatz hoch wandern und nach ca. 150 m links in den Grottenweg abbiegen, wobei sich ein kurzer Halt an der Lourdesgrotte lohnt. Dann geht es weiter geradeaus bis zur Alten Mälzerei, dort rechts abbiegen und an der Bergsiedlung vorbei gehen. Kurz nach dem Ortsschild biegen wir nach links, um gleich nach ein paar Metern nochmals links abzubiegen. Jetzt befinden wir uns auf dem sogenannten „Kalten Berg“. Auf diesem Weg können wir Bildstöcke bestaunen, außerdem laden Sitzbänkchen zu einer Ruhepause ein. Den Blick zurück zu werfen lohnt sich, denn die Burg wirkt aus dieser Perspektive nochmal ganz anders. In der Sonnenhalde angekommen, biegen wir links ab, nun geht es steil bergab. Nach dem Friedhof mit der Wolfgangskapelle links in die Wolfgangsstraße und immer geradeaus bis zum Marienplatz. Hier führt uns linker Hand ein idyllischer Weg bergauf zur imposanten Burg mit einem schönen Ausblick.

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Tour 3

START Krautheim, Parkplatz am Wasserwerk an der L 1025

WANDERSTRECKE 5,6 km

Der Beschreibung wie in Ergänzungstour 1 bis zur Burg Krautheim folgen. Danach wandern wir weiter über den Burgweg, die Bühlhofstraße links in den Grottenweg vorbei an der Lourdesgrotte. Unten angekommen, gehen wir rechts den Assamstadter Weg wieder hoch. An der Weggabelung nach rechts abbiegen, an der Ev. Kirche vorbei und nach ein paar Metern links in die Graf-Eberstein-Straße. Dieser folgen wir, bis wir nach dem Ortsende, kurz nach einem Marienbildstock, erneut an eine Weggabelung kommen. Hier nehmen wir den rechten Weg und gleich nach ein paar Metern gleich nochmals rechts und bergab. Dieser Weg führt immer bergab, am Schluss nach einer Linkskurve mit einem etwas kürzeren, steilen Stück. Wir wandern geradeaus weiter, parallel zur Landstraße nach Assamstadt, vorbei an der Einmündung auf die Landstraße und am Waldrand, zu Beginn steil aufwärts, immer links das Beckental Richtung Krautheim entlang. Nach einem weiteren steilen Anstieg erreichen wir eine kleine Schutz-/Rasthütte. Hier folgen wir dem linken Weg mit wunderschönem Blick über das Jagsttal. Nach dem Marienbildstock folgen wir dem steilen Weg links in die Imbachschlucht zum Ausgangspunkt.

 

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