Hohenloher Gartenparadies

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Garten ist Heimat, ein Garten ist Aufwand und Geschenk, Spiel-, Erholungs- und Rückzugsort für Mensch und Tier. Er speichert Erinnerungen und Wünsche. Ein Garten repräsentiert seinen Besitzer und seine Vorlieben, seine Herkunft, seinen Geschmack und seine Phantasie. Ein Garten ist so viel mehr als nur ein Stückchen grün. Der Gärtner prägt die Funktion und Vielfalt und eröffnet sich so alle Möglichkeiten vom Einheitsgarten mit simplem und pflegeleichtem Rasen, gepflegt von Roboter und Bewässerungssystem bis hin zum aufwändig angelegten Ziergarten oder einem Nutz- und Schutzgarten, der neben der Funktion des Anbaus und der Ernte ganz viel Wert auf Schutzräume legt. Die Artenvielfalt wächst mit angelegten oder natürlichen Schutzräumen, wenn der Mensch es zulässt, wenn der Einsatz von Chemie gezügelt wird oder auch gar nicht stattfindet. Dass ein Garten eine weitere wichtige, eine soziale Funktion übernimmt, wissen wir spätestens seit der Pandemie: Beschränkt auf die eigenen vier Wände und das eigene Grundstück nimmt der Garten einen noch höheren Stellenwert ein, erweitert er doch unseren Radius immens. Wie dankbar sind für die Fläche, die Nutzungsmöglichkeiten, den Raum und die Aufgaben. Nicht jeder hat diese Möglichkeit, ist beschränkt auf eine kleine Wohnung mit etwas Glück mit Balkon. Ganz neu entdecken wir glücklichen Besitzer unseren Garten, sind dankbar, wissen ihn noch mehr zu schätzen. Noch ein weiterer Trend ist spürbar: Eine Rückbesinnung findet in vielen Köpfen statt. Eine Wertschätzung für unsere Lebensmittel. Deren Herkunft und Herstellung wird hinterfragt und immer mehr mit einem stetig wachsenden lokalen und regionalen Angebot beantwortet. Der Flächenverbrauch und die sinnvolle Nutzung des natürlichen Kreislaufes und der gesunden und wertschätzenden Tierhaltung, darauf legen die Verbraucher und somit auch die Erzeuger immer verstärkter ihren Fokus.

Die Energiekrise, die transparent gewordene Abhängigkeit von Saat- und Düngemitteln, der Klimawandel, Faire Güter und deren Entlohnung – das sind die Schattenseiten unserer bisherigen Angewohnheiten für die wir die Verantwortung tragen und denen wir mit Lösungen begegnen müssen. Lokale Lösungen für die höheren Durchschnittstemperaturen und damit verbundenen längeren Trockenperioden brauchen lokale Lösungen. Sparsame und effiziente Konzepte sind notwendig. Handlungskonzepte für verdichtete Böden, Erosionen, Ressourcenspeicher, Verwertung und Rückführung in die Kreisläufe. Die Gärten der Zukunft werden sich verändern und deren Wert kann gar nicht hoch genug angesetzt werden. So wandlungsfähig die Natur ist, so sehr ist sie dennoch darauf angewiesen, dass wir ihr etwas zurückgeben: Wertschätzung, Schutz und Raum. Im vergangenen Jahr durften wir den Titel „Garten des Jahres 2021/22“ des „Hohenloher Gartennetzwerkes“ entgegennehmen. Das Thema „Nutz- und Schutzgarten“ liegt uns sehr am Herzen. Unser Ziel ist nicht nur einfach zu ernten, sondern ein Gleichgewicht an nachhaltiger Nutzung, bei gleichzeitiger Schaffung von ökologischem Naturraum, in einem funktionalen und saisonalen Kreislaufdenken. Die richtige Mischung, die vielfältigen Funktionen aus Ernährung, Bewegung, Erleben, Schönheit, die Sortenvielfalt, die Nachhaltigkeit und die Freude die darin stecken. Die Symbiose aus all diesen Faktoren, das ist unser Garten wie wir ihn lieben. Wir freuen uns, mit unserer Schaffensart ein Teil des Netzwerkes zu sein und hoffen, dass wir viele Gartenbesitzer inspirieren konnten und können.

Unterregenbacher Grüße
Hans-Jörg Wilhelm & Ines Kohlmeyer Hohenloher Schaumweine




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Gartenträume 2022/23

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