Radsensation: Künzelsauer Schubstockrad

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 Künzelsauer Schubstockrad: Foto: Stadtmuseum Künzelsau
Künzelsauer Schubstockrad: Foto: Stadtmuseum Künzelsau.

 

Das Künzelsauer Schubstockrad ist ein einspuriges Zweirad mit mechanischem Antrieb, das um 1850 von dem Künzelsauer Schmied Heinrich Färber entworfen und gebaut wurde.

Die Fahrmaschine mit ihrer ungewöhnlichen Antriebstechnik ist also mehr als ein Jahrzehnt vor der Erfindung des pedalgetriebenen Fahrrades entstanden und damit das älteste bekannte Veloziped, bei der die Füße dauerhaft vom Boden gelöst und nicht mehr zum Halten des Gleichgewichts benutzt wurden. Der Antrieb des Schubstockrades erfolgt mit den Armen über einen langen Hebel, an dem zwei nach unten spitz zulaufende, eine zweizinkige Gabel bildende Schubstangen oder -stöcke befestigt sind. Beim Heranziehen des Antriebshebels zum Körper hin werden die Stangen gegen den Boden und nach hinten gedrückt und bewegen ihrerseits das Fahrzeug nach vorne.

Das im Original erhalten gebliebene Künzelsauer Schubstockrad besteht, bis auf die eisenbeschlagenen hölzernen Räder, den Griff des Antriebshebels und den mit Rosshaar gepolsterten Ledersattel ganz aus Schmiedeeisen und wiegt dementsprechend fast 50 Kilogramm.