Johann Friedrich Mayer

.

.

Der "Bauernpastor" (1719 bis 1798)

Johann Friedrich Mayer wurde am 21. September 1719 in Herbsthausen (Main-Tauber-Kreis) geboren. Nach seiner theologischen Ausbildung wurde er 1741 Pfarrer in Riedbach (Landkreis Schwäbisch Hall), vier Jahre später kam er nach Kupferzell.

Zu den bedeutendsten Schriften Mayers gehörte das "Lehrbuch für dei Land- und Hauswirthe" (1773). Darin legte er Pläne für einen Haustyp vor, in dem sich der bäuerliche Wohnbereich mit dem Stall unter einem Dach befindet; die Wärme des Stalls im Erdgeschoss heizte die darüberliegenden Wohnräume mit. Diese sogenannten Pfarrer-Mayer-Häuser sind noch heute vor allem im Kupferzeller Raum zu sehen.
Er machte die Hohenloher Bauern unter anderem mit dem Anbau der ihnen damals noch unbekannten Kartoffel vertraut.

Durch seine fortschrittlichen Bewirtschaftungsmethoden gehört Mayer zu den einflussreichsten Agrarreformern des 18. Jahrhunderts.

Mayer gilt auch als bedeutender Volksaufklärer während der sechziger und siebziger Jahre des 18. Jahrhunderts.

  • Einführung der Gipsdüngung zur Ertragssteigerung
  • Einführung der Futterrübe, des Kleeanbaus auf der Brache, Mostobstanbau und Stallhaltung des Viehs.