Wanderparadies Hohenlohe 2016

35 34 Töpfermarkt in Sindringen. Wallfahrtsort Neusaß: Jährlich am zweiten August- wochenende findet eine große Marienwallfahrt mit Kräuterweihe statt. Am Parkplatz bei der Pachthofscheuer in Ernsbach (Heimatmuseum) gehen wir hoch zur Kocherbrücke und treffen dort auf den Roten-Kreuz-Weg. Die- sem folgen wir durch die Stelzersklinge den Kocherhang aufwärts zum Gestüt Spitzenhof. Weiter dem Wanderzeichen folgend bis zur Kapelle „Zur heiligen Maria“ imWallfahrtsort Neusaß. Die Ru- hebänke laden zur Rast ein, die Kapelle zur Besichtigung und zu einigen Minu- ten der Besinnlichkeit. Weiter geht’s an den Fischteichen vorbei zum Kloster Schöntal. Gaststätte und Café laden zur Einkehr, die Barockkirche und das prächtige Treppenhaus der alten Abtei, sind bauliche Höhepunkte des Barock in Süddeutschland! Wir verlassen das Kloster auf der Süd- seite und folgen dem Wanderweg mit dem blauen Kreuz jagstabwärts bis Ber- lichingen, zum Geburtsort des Ritters mit der eisernen Faust. Vorbei am ge- waltigen Steinbruch, dem Wanderpfad durch den Prallhang folgend, erreicht man Jagsthausen. Ein kurzer Abstecher (20 Minuten Gehzeit durch den Ort) zur Besichtigung der Götzenburg (Burgfest- Wegbeschreibung START An der Pachthof- scheuer in Ernsbach KARTE Freizeitkarte F518, oder L6722 Öhringen WANDERSTRECKE ca. 20 km, etwa 5 Stunden. Nicht für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet EINKEHR Ernsbach, Sindringen, Berlichingen, Jagsthausen und Kloster Schöntal BESONDERHEITEN Heimatmuseum Ernsbach, Sindringer Schloss, Kloster Schöntal, Götzenburg Jagsthausen. Wallfahrtskirche Neusaß. Herrliche Ausblicke in die Flusstäler von Kocher und Jagst, von der Kocher-Jagst-Ebene Ausblicke bis in den Odenwald (Katzenbuckel) ANSCHLUSSWANDERUNGEN Ab Schöntal: Pfad der Stille und Kultur- wanderweg durchs gesamte Jagsttal. Ab Sindringen: Limeswanderweg über Pfahlbach nach Öhringen Infos kann man gut und gerne 1 Kilometer schwimmen. Wildenten, Gänse und der eine oder andere Schwan halten sich im tiefen Wasser auf, die seltenen Arten, Eisvogel, Wasseramsel und Gänsesäger, bevorzugen die schnell fließenden und von Menschen wenig frequentierten Be- reiche des Kochers. Kormorane, die sich im nahen Naturschutzgebiet bei Ohr- nberg sesshaft gemacht haben, ziehen im Schwarm, hoch am Himmel, das Tal hinauf Richtung Ernsbach. Generell können im ländlichen Ho- henlohe zahlreiche Tierbeobachtungen gemacht werden: Rehe, Hasen und mit viel Glück auchWildschweine. spiele in den Sommermonaten) lohnt sich. Unser Wanderweg führt uns am südlichen Ortsrand auf den HW 6, Li- meswanderweg, hinauf zum Stolzen- hof, über die Kocher-Jagst-Ebene durch Felder und Weiden hinab nach Sindrin- gen. Gastronomie mit Biergarten an der Kocherbrücke. Von hier vorbei an den Sportanlagen, kocheraufwärts, an den Ausgangspunkt der Wanderung, nach Ernsbach. TOUR 10 V on der Gegenwart bis zu den Rö- mern reicht diese Wanderung. Sie führt durch eine abwechs- lungsreiche Hohenloher Landschaft. Der Kontrast könnte nicht stärker sein. Hier die Parklandschaft des Friedrichsruher Schlosses, mit dem sich anschließenden Golfplatz. Und dort, gegen Ende der Fußreise, der Bannwald des Staatsforstes Schöntal im Heiligenwald. Kultur, Natur und gute Einkehr sind bunte Mosaik- steinchen, die sich zu einem erlebnis- reichen Wanderbild und -erlebnis zu- sammenfügen. Das zur Gemeinde Zweiflingen gehö- rende kleine Friedrichsruhe mit seinem Wald & Schlosshotel hat einen großen Namen in der Reihe der First-Class-Ho- tels. Gleich anschließend der große Golf- platz, wo Alt-Bundespräsident Roman Herzog und Filmschauspielerin Uschi Glas Golf spielen. Ein Rundgang durch Friedrichsruhe dauert nicht lange. Do- minierend ist das ehemalige Jagdschloss der Hohenloher Grafen, das 1712/17 er- baut wurde. UND USCHI GLAS GOLFT Wegbeschreibung Sindringen am Kocher mit der Stadtmühle, in der sich das Heimatmuseum befindet. Auch der Limes-Radweg führt hier vorbei. WO DIE RÖMER DEN LIMES bauten Wir folgen den Wanderzeichen des Schwäbischen Albvereins (rote Traube und rotes Kreuz) durch die Schönauer Straße und erreichen an Obstanlagen vorbei die weite Feldflur in Richtung Obermaßholderbach. Ein weiter Blick tut sich auf, bis zu den Waldhängen am Horizont: von Waldenburg über Lindel- berg bis zumWeinsberger Sattel. An einem großen Birnbaum weist das Zeichen Limes-Wanderweg in Richtung Pfahlbach (4 km) darauf hin, dass es in die Römerzeit geht. Zuerst durch frucht- bares Ackerland, dann schnurgerade auf den Wald zu. Links in der Talsenke liegt Westernbach. Vom einstigen Ka- stell und dem Limes ist auf den Feldern nichts mehr zu sehen. Erst im Schutz des Waldes erhebt sich noch deutlich ein Teilstück des obergermanisch-rae- tischen Limes (ca. eine Stunde ab Fried- richsruhe). Dieser insgesamt 550 km lange Grenzwall wurde etwa 155 n. Chr. von den Römern unter Antoninus Pius erbaut. 2005 ist er in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wor- den. Auf dem hier 270 Meter langen Erd- wall des Limes verläuft der Wanderweg in Richtung Pfahlbach. Dieser Abschnitt des obergermanisch-raetischen Limes bei Pfahlbach wird auch Pfahldöbel ge- nannt. Der gut markierte Wanderweg führt durch Obstanlagen in Richtung Schießhof und wird imWald am Kocher- hang nach Sindringen zum Pfad. In Sin- dringen (3 Stunden seit Start) befand sich am Limes ein kleines Kastell der Römer. Noch heute hat Sindringen Stadtrecht. Noch ist ein großer Teil der Stadtmauer zu sehen. Beim Gang über die Kocher- brücke fallen links die Stadtmühle auf (heute Museum) und geradeaus der wuchtige Burgfried, der von der frühe- ren Burg zeugt. Das renovierte Schloss ist heute in Privatbesitz. Unweit davon die Heilig-Kreuz-Kirche, erstmals 1230 er- wähnt und ursprünglich als romanische, Auch Waldbewohner zeigen sich den Wanderern.

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