Wanderparadies Hohenlohe 2016

46 47 TOUR 15 W o die Welt noch in Ordnung ist“ – da liegt Untersteinbach. Der staatlich anerkannte Erholungsort im oberen Ohrntal gehört zur Gemeinde Pfedelbach. Unterstein- bach wird eingerahmt von den Walden- burger Bergen und dem Mainhardter Wald. Die waldreiche Umgebung und die sonnenreichen Südhänge haben seit eh und je erholungssuchende Urlauber an- gezogen. In diesem Ort zwischen Wald, Wein- bergen und obstreichen Hängen beginnt und endet dieseWandertour. Dominierend in Untersteinbach ist die Kirche von anno 1626. Von hier aus steigt der Wanderweg zum Wald empor und taucht ein in die großenWaldungen. Rechts unten das Ohrntal und dieWeiler Ohnholz und Floßholz. Der Teufelstein ERHOLUNG INWALD UNDWEINBERG wird passiert und bald gibt der Laubwald den Blick frei aufs obere Ohrntal. Eine Aussicht zum Verweilen. 2,5 Kilometer sind es noch waldaufwärts bis nach Bü- chelberg, einem kleinen Ort auf einer Anhöhe inmitten einer Rodungsinsel. Hier zwischen Wald und Wiesen kann man sich wohlfühlen. Im Winter bieten sich die Felder undWiesen rund um Bü- chelberg als Skilanglaufgebiet an. NATURERLEBNIS WALD DerWald nimmt denWanderer wieder auf, der noch 6 Kilometer bis Oberstein- bach benötigt. Wald undWaldwiesen auf dieser Hochebene (450 m) im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald wechseln einander ab. Zwischen Obersteinbach Naturschutzgebiet Obere Weide. VIEHWEIDEN UND VIEL Natur undTommelhardt, unweit des Bergstädt- chensWaldenburg, liegen zwei besonde- re Naturschutzgebiete: der Entlesboden und die ObereWeide (Foto oben). Die von lichten Birkenhainen und vereinzelt starken Eichen geprägten Waldflächen stammen aus einer Epoche, in der die umliegenden Bauern ihr Vieh zur Weide in dieWälder trieben. Von die- sen Waldweiden wurde auch der Gras- filz als Streu für die Ställe entnommen. So entstand dieses lichte parkähnliche Waldbild, das heute durch mechanische Pflegemaßnahmen seinen Charakter be- halten soll. Die Pflege wird auch zur Standortsi- cherung seltener Pflanzen, wie Arnika und Geflecktes Knabenkraut, durchge- führt. In der Oberen Weide fand 2007 nach langer, langer Zeit wieder ein Viehauftrieb statt. Rinder sollen im Rahmen eines auf vier Jahre angelegten Versuchs das Verwachsen des Natur- schutzgebiets eindämmen. Von Ober- steinbach aus führt der Wanderweg kurz auf der L 1046 und dann auf einemForst- weg durch Wald zum Naturschutzgebiet Viehweide oberhalb von Michelbach. Ebenfalls ein Kleinod der Waldenburger Berge. Auch hier fällt die fotogene und malerische, parkähnliche Waldland- schaft auf, die durch die frühere Bewei- dung hervorgegangen ist. Von der Vieh- weide aus geht es wieder durch herrliche Laubwälder, mit weiten Ausblicken auf Hohenlohe und bis zum Katzenbuckel. Durch Wald und Weinberge führt der Weg zurück nach Untersteinbach, wo die Wanderung endet. Wie wäre es mit einer Abkühlung im Freibad? Viehweide bei Pfedelbach.

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