Carl Julius Weber

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Karl Julius Weber wurde am 20.4.1767 in Langenburg geboren, nach den Kirchenbüchern am 21.4.1767.

Weber besuchte die deutsche und lateinische Schule in Langenburg bis 1782, danach war er 3 1/2 Jahre im Gymnasium in Öhringen. Dort machte er den Ausspruch "Vom Rektor laß ich mir mein Latein und Griechisch gern korrigieren, nicht aber mein Deutsch, das versteh' ich besser". Weber fand im April 1830 Unterkunft im Schloß Kupferzell. Weber war ein Polyhistor - ein in vielen Wissensgebieten bewanderter Gelehrter.

Sein Wahlspruch aus seiner Studentenzeit lautete "Temporibus inserviendum" - d.h. man muß sich in die Zeit schicken, er selbst hat sich im Leben nichts geschickt gemacht und auch anderen nur wenig erspart. Nach seinem Ausscheiden aus Staatsdiensten anfangs des 19. Jh. wurde er in Künzelsau bei seinem Schwager, dem Oberamtmann Hammer seßhaft, bis dieser 1828 das Oberamtsgebäude verlassen mußte. Weber war in den Jahren 1820/21 und 1823/24 Landtagsabgeordneter.

Weber kam im April 1830 nach Kupferzell ins Schloß. Im Frühjahr 1832 wurde er plötzlich krank und fiel ins Phantasieren. Nach längerem Leiden starb er am 19. April 1832, an einer "Auszehrung", wie der Pfarrer ins Kirchenbuch schrieb. Auf dem Friedhof in Kupferzell wurde er zu Grabe getragen, wo noch heute sein Grabstein steht, der einen von Weber selbst gewählten Spruch trägt.

Anlässlich seines 250. Geburtstages fanden 2017 zahlreiche Veranstaltungen und eine Ausstellung statt.


Hofrat und literarischer Einsiedler Karl Julius Weber zum 250. Geburtstag (Autor: Martin Blümcke) 

Quelle: Schwäbische Heimat 1/2017, 68. Jahrgang